Samstag, 12. August 2017
Über Altruismus und Egozentrik
Häufig genug habe ich hier schon den menschlichen Egoismus angeprangert, die Folgen die ein dadurch geleitetes Handeln mit sich bringt und die Probleme die sich dadurch ergeben. Dennoch habe ich mich selbst auch häufig genug selbst als Altruisten dargestellt, der die Menschen vor sich selbst retten will.

Doch bin ich mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass das menschliche Wesen derart durch Egoismus geprägt ist, als dass „wahrer“ Altruismus nur noch einer Utopie gleichen kann.
Denn was ist die Grundlage unseres Handelns? Wenn wir Beziehungen führen, Arbeiten gehen, Menschen töten oder unseren Hund füttern? Tun wir irgendwas davon für andere? Leben und Handeln wir, damit es anderen gut geht? Geschehen unsere Taten auf der Grundlage reiner Selbstlosigkeit?

Nein.

Alles was wir ausführen dient nur einem einzigen Zweck: innere Harmonie zu schaffen.
Warum helfen wir denn anderen Menschen? Um ihnen zu helfen? Oder um unser Gewissen zu beruhigen und uns selbst zu befriedigen?
Es ist egal was wir tun oder für wen wir es denken zu tun. Es gibt nichts in unserem Leben was selbstlos ist. Es gibt keine Aufopferung.
Das physische menschliche Handeln ist so stark mit der dazugehörigen Psyche verknüpft, als dass eine Separierung nicht mehr möglich ist. Und da kein Mensch nicht nicht in seinem eigenen, wenn auch häufig unbewusstem, Interesse handeln kann, ist auch kein absoluter Altruismus möglich.
Solange der Kern des menschlichen Handelns durch seinen Überlebens- und Geltungswillen geprägt ist, ist es schlichtweg unmöglich von eigenen Interessen losgelöst zu Handeln.

Natürlich bedeutet dies nicht, dass es nicht erstrebenswert sei, die Perfektion zu suchen, jedoch sollte jedem bewusst sein, dass die Utopie des Altruismus sich nicht realisieren wird, solange das Wesen des Menschen in seiner derzeitigen Form bestehen bleibt.
Dies ist kein Versuch der Relativierung der ‘guten‘ Taten von einigen Menschen. Selbstverständlich schmälert die Grundlage einer Handlung diesbezüglich nicht die positiven oder negativen Auswirkungen dergleichen.


Doch in einer Welt, in der es das einzige Ziel des Menschen ist zu konsumieren, kann dort ein reiner Geist hervorgehen und anderen die Augen öffnen? Kann sich irgendjemand aus diesem Sumpf der Doppelzüngigkeit und Schmach befreien?



Nein.




Selbst der Märtyrer stirbt in der Hoffnung eine bessere Welt zu hinterlassen.



Sonntag, 14. Mai 2017
weltverloren.
Und jetzt sitze ich wieder hier, starre seit 2 Stunden auf mein Handy, in der ewigen Erwartung irgendwas würde sich regen. Nichts kommt. Alles bleibt still.

Und wieder fällt mir auf, nein, fällt mir ein, wie alleine ich bin.
In dieser Stadt, in der ich niemanden kenne, sitze ich alleine in meiner Wohnung und starre die Wand an. Fühle ich mich überhaupt mit jemandem verbunden?

Jeder soziale Kontakt ist austauschbar, peripher und unbedeutend. Jede Person mit der ich mein Leben fülle dient nur dem Zweck mich abzulenken, das alles hier erträglich zu machen.

Das wir alleine leben und alleine sterben ist mir nicht neu. Ich wünsche mir nur irgendetwas zu fühlen. Für irgendwen.

Mir ist alles so unendlich egal. Das höchste der Gefühle für jemand anderen ist es, ihm 'alles Gute' im Leben zu wünschen. Ich weiß, eine schwache Formulierung, aber mehr ist da nicht.
Mir bedeuten die Menschen nichts. Ich wünsche ihnen, dass sie in Frieden leben können, und das am besten gleichberechtigt und utopischerweise ohne einander zu schaden.

Aber gibt es eine zwischenmenschliche Beziehung, die mir wirklich etwas bedeutet?
In der die Person nicht nur ein Mittel zum Zweck ist?

Nein.



Donnerstag, 23. März 2017
Isolation
Als wäre es eine sich immer weiter ausbreitende Krankheit breitet sich Misanthropie in meinem Kopf aus. Was vor einem halbem Jahr nur eine selten auftretende Abscheu war, ist mittlerweile zu Ekel und Hass gewachsen.
Ich halte es nicht mehr aus unter Menschen zu gehen, sie widern mich an. Dieser grenzenlose Egoismus, die Maskeraden und der Selbstbetrug. Ich habe so eine Wut auf die Menschen.
Niemand kriegt je genug. Wir wollen immer mehr und mehr, sind nie zufrieden. Wie ein schwarzes Loch saugt der Mensch alles ein was er kriegen kann, und er giert nach immer mehr.
Diese zerstörerische Gier.

Und dann ist da noch der uns anerzogene Selbstbetrug. Ich habe selten Lust, Menschen weh zu tun, jedoch verliere ich am ehesten meine Selbstbeherrschung wenn ich Sie wieder sagen höre 'Du musst nur deinen Platz in der Welt finden'. Es macht mich krank wie Menschen daran glauben können, das Alles hier einen Sinn hätte. Das Alles sich zum Guten wenden würde, wenn wir uns nur dafür einsetzen würden. Wir sind eine Krankheit in einem endlosen Universum in dem jedes Leben bedeutender ist als unser eigenes.

In diesen Tagen, in denen meine Hoffnungslosigkeit meine Revolutionsromantik komplett erlöscht, in denen ich nichts außer Nichts fühle. In denen ich den Menschen so fremd bin, in denen ich verzweifelt nach einer Zuflucht suche.
Das sind die Tage, die Andere als glücklichste Zeit ihres Lebens beschreiben.



Mittwoch, 22. Februar 2017
Realität
Das, was mir immer noch am meisten zu schaffen macht, ist die Gewissheit, die Wahrheit erkannt zu haben.

Diese Überzeugung, Jeder, der gut von den Menschen denke, habe noch nie die Augen geöffnet und die Realität gesehen.
Als sei eine Art farbverstärkende Augenbinde von meinem Gesicht entfernt worden, denke ich, dass ich die Welt jetzt so sehen würde, wie sie wirklich ist. Ungetrübt von jeglichen Eindrücken, Hoffnungen und Ängsten.
Menschen, die im psychischen Sinn gesund sind, sagen, dass gerade Depressionen den Blick der betroffenen Personen trüben würden.
Nun, das Gefühl, nichts zu fühlen, könnte die Trennung zwischen der Welt und dem Individuum schon passend darstellen.
Doch der angeblich getrübte Blick kann von Niemandem – und wirklich Niemandem – verstanden werden, der nicht selbst betroffen war.
Es ist schade, dass ich nicht in der Lage bin, meinen Standpunkt derartig wechseln zu können, als dass ich beurteilen könnte, ob mein Nihilismus und meine daraus resultierende Misanthropie durch das Ablegen oder Aufsetzen einer Brille geboren wurden.


Schluss mit den Worthülsen und langen Sätzen. Scheiß auf meinen pseudophilosophischen Ausguss. Niemand wird je sagen können, was die Wahrheit ist. Aber es tut verdammt nochmal höllisch weh, jeden Tag zu denken, dass man alleine mit dieser Weltsicht sei. Dass man jetzt, wo man einmal das wahre Wesen des Menschen erkannt habe, nicht mehr zurück könne.
Ich bin so fest davon überzeugt, dass mein Nihilismus begründet ist, und jeden einzelnen Tag sehe ich mich durch weitere Enttäuschungen bestätigt.
Für mich ist das Alles hier - alles was ich schreibe und denke, wie ich meinen Kopf durch ewiges nachdenken durchbrennen lasse, wie ich mir sicher bin, dass Alle 'gesunden' Menschen nur Angst davor haben, ihre eigene Bedeutungslosigkeit einzusehen, und mir deshalb einreden, dass ich damit falsch liegen würde, wie ich abschätzig über andere Menschen denke, wie ich mich selbst hasse und als mindestens genauso nutzlos und wertlos wie alle Anderen betrachte, wie ich darüber nachdenke mir das Leben zu nehmen, wie ich nach Irgendetwas in der Zukunft suche, an dem ich mich festhalten kann – das Alles ist meine Realität.
Das ist meine Wahrheit in der ich Lebe.


Das, was mir immer noch am meisten zu schaffen macht, ist die Gewissheit, die Wahrheit erkannt zu haben.



Donnerstag, 2. Februar 2017
landscapes - aurora
Under the weight of a sleepless night, when all is silent
and all is dark, with no god to serve as suspect or scapegoat,
I murmur murderous curses for a world that revels in its capacity to be brutal.

The cruelest among us eat best, the sharpest teeth pull the most meat from the bone.

The ghosts of moonlit lanes know my name. I've stalked
them all before.
Idle in stolen moments, hiding from the worlds hungry
claws


In a blue moons full moon, in the splendor and rush
Beset by regret, let love gather dust

The savagery of revelry has left me pulled apart
Calling upon the siren songs to haunt a hardened heart

All the pretty sutures, bleeding fleeting futures
through the curse and the mercy of wanderlust stupors

It all comes crashing down, like the heavens, like the waves
The muses have only proven that all beauty fades

Upon a bed of roses, upon a bed of nails
I've lost all of my loved ones to graves and betrayals

It seems to be, on nights like these, we've made a hell of earth, the very damnation we deserve.

This is when we sit beside the graves we've dug.



Samstag, 7. Januar 2017
Humanitys Suicide
Doch was ist, wenn ihr euren Blickwinkel als Menschen verlasst?
Was, wenn ihr euch trennt von eurer Existenz, euren Ängsten und Lüsten?
Was, wenn ihr erkennen würdet, wie wir alle ohne unseren eigenen Lügen dar stehen?

Wer sind wir denn, dass wir diesen Planeten zerstören.
Ihn behandeln wie unser Eigen, ihn ausbeuten und alles vernichten.
Wir sind ein verdammter Parasit, und doch sehen wir uns als die Spitze der Schöpfung.
Sag mir, wie kann man Hoffnung haben, wenn uns von Tag zu Tag mehr von dem entfernen was wir glauben zu sein?

Die Menschheit hat keine Achtung vor dieser Welt, keine Achtung vor den Geschöpfen die sie bevölkern. Sie hat nicht einmal Achtung vor sich selbst. Wir haben es nicht verdient hier zu leben.

Wir vertrauen auf Götter um uns nicht mit unserer eigenen Sterblichkeit auseinandersetzen zu müssen. Doch welcher Gott könnte so eine Welt lieben?

Unser Leben bedeutet Tot.
Unser Leben bedeutet Vernichtung und Zerstörung.
Wie können wir so blind sein, und uns jeden Tag aufs neue vorlügen, dass wir uns ändern können?
Das wir diese Schäden beheben können?

Wir sind wertlos.
Wir sind bedeutungslos, abgesehen von dem Leiden welches wir anrichten.

Wir sind zu viele.
Zu viele Menschen, die zu dumm sind zu erkennen, welchen Schaden sie anrichten.
Diese Welt der Menschen besteht nur aus Hass, Gier und Angst.

Wir sind nichts weiter als eine Krankheit die sich irgendwann selbst ausrotten wird.
Ein gigantischer Ameisenhaufen aus Missgunst, Leid und Enttäuschung.
Und das schlimmste an Allem: Ich bin ein Teil davon.


-save the planet / kill yourself-



Mittwoch, 14. Dezember 2016
Die Stadt des Nichts
Auf der Suche nach den Ursachen für meine immer wiederkehrenden Reisen in das Reich des absoluten Nihilismus.

Auf dem Weg dorthin, der Weg ist gepflastert mit Bildern vergangener Tage, vergangener Leben und Momente. Neben mir fliegt ein Nachtfalter entlang und erzählt mir, meine Erwartungen an das Wesen des Menschen seien zu hoch, doch wenn ich davon ablassen würde, könnte ich umdrehen, noch bevor ich die Tore erreiche. Und leben.
Doch der Falter ist zu spät gekommen, seine Worte waren zu leise um die Reise zu diesem Zeitpunkt zu beeinflussen.
Vor den Toren; die Stadt ist gewachsen. Sie beherbergt nicht nur das Nichts, sondern noch etwas bedrohlicheres. Etwas, was viel realer ist, als die Gespenster die mir mit ausdruckslosen Gesichtern zuwinken. Eine Enttäuschung, ein Leiden, eine nicht zu bändigende Wut.

Ist es denn zu viel verlangt, Leiden zu minimieren?
Ist es zu viel verlangt, zu leben, ohne andere dafür sterben zu lassen?
Ist es zu viel verlangt, nicht ein Wegbereiter der Zerstörung zu sein?

Die Tore haben sich hinter mir geschlossen, schon sind sie nicht mehr zu sehen.
Hier ist es nicht dunkel, keine Farbe trübt meinen Blick.
Im Gegenteil.

Die Stadt des Nichts bedient sich dir. Sie nimmt dir alles was du bist.
Deine Hoffnungen. Deine Ängste. Deine Freunde. Deine Feinde.
Ohne sie bist du nichts, erst mit ihr wird dir klar, dass du nichts bist.
Doch auch mir kann die Stadt etwas zurückgeben, auch wenn sie Nichts ist.

Die Abwesenheit von jeglicher Menschlichkeit erlaubt es jedem Besucher der Stadt, den unterirdischen Elfenbeinturm zu betreten, der er verlangt sich seiner sterblichen Hülle zu entledigen.
Was sind wir ohne sie? Was können wir ohne sie sein?

Jedes mal, wenn ich aus der Stadt des Nichts in die Welt zurück kehre, die Tore hinter mir schließe, und in beruhigender wie auch trauriger Weise feststelle, dass ich bald zu ihr zurück kehren werde, bin ich reicher als bei meinem vorherigen Besuch.
Mit jedem Besuch werde ich weiser, erkenne immer besser, was der Mensch wirklich ist.

So schwermütig dein Besuch auch sein wird, so viel wird er dich lehren. Und auch du weißt, dass du ohne die Stadt des Nichts – ohne die Anwesenheit jeglicher Menschen – nicht mehr atmen könntest.

Da steh' ich jetzt, auf den Hügeln des Landes welches mir so fremd ist, und verstehe endlich, dass mein Leben nur durch meinen Tot lebenswert wird. Nicht im Sinne, dass ich meine Zeit nutzen wollen würde; doch ohne die Erkenntnis, dass es einen Ausweg aus dieser Hölle gibt, würde ich genau diesen augenblicklich wählen, ohne zu wissen, dass es überhaupt existiert.

Oh, was würden wir nur tun, könnten wir uns dieser Schande nicht auch nur für einige Sekunden entledigen, uns befreien von dem Wesen unsers Seins. Könnten wir überhaupt leben ohne zu sterben?



Montag, 10. Oktober 2016
Nichts.
Das ist genau dass, woran ich immer denke; dass nichts eine Bedeutung hat.


Siehst du dich selbst manchmal aus der Vogelperspektive?
Siehst du manchmal vor deinem inneren Auge die Sanduhr deiner Existenz laufen?
Stellst du dir manchmal vor, wie der Ort an dem du gerade stehst ohne dich aussehen würde?
Fragst du dich manchmal, wie die Welt ohne dir aussehen würde?

Genau gleich. Du bist nichts. Du veränderst nichts. Wenn du nicht leben würdest, würde irgendjemand deinen Platz einnehmen, in jeglicher Hinsicht. Du existierst nur, erstickst an deiner eigenen Existenz und bettelst nach Momenten die dich davon ablenken, dir vor Augen zu führen, dass du nur ein Parasit der Gesellschaft bist. Was wirst du in deinem Leben erreichen, abgesehen von dem Leiden welches deine bloße Existenz schafft? Wirst du irgendwas verändern? Wird die Welt nach dir anders aussehen?

Nein.

Du wirst nicht geliebt, wenn du Glück hast wirst du allenfalls akzeptiert. Du kannst nichts verändern, egal wie sehr du es versuchst. Egal welche verrückten Ideen du dir ausmalst, du schaffst es nicht dich in die Köpfe und Geschichtsbücher der Welt zu katapultieren. Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass du es doch schaffen solltest, was wird das ändern? Wird in 10 Jahren noch irgendjemand deinen Namen kennen? Wird sich irgendjemand an dich erinnern?

Nein.

Wir sind so unglaublich schwach, wir verschließen die Augen, suchen nach Bedeutung, konsumieren und lenken uns ab. Gibt es einen Weg, sich die Realität der eigenen Bedeutungslosigkeit vor Augen zu führen ohne daran zu zerbrechen? Gern, du kannst ja weiter versuchen die Türen die dir mein Nihilismus öffnet zu durchschreiten, und dass was du dahinter findest für positive Dinge zu gebrauchen. Aber hältst du das wirklich länger als eine Woche durch?

Nein.

Dieses Leben hat keinen Sinn
Dieses Leben hat keine Bedeutung.
Dieses Leben wird in ein paar Jahren nur noch eine Erinnerung sein.
Dieses Leben besteht nur aus Leiden und aus dem ersticken der Konsequenzen.
Und jeder unserer Atemzüge kostet irgendwo ein Leben.



Sonntag, 18. September 2016
Devastation
Und da sind sie wieder, diese Alpträume, in denen ich einem Monster gleich auf Menschen losgehe. In denen ich aktiv Schaden zufüge und nichts und niemanden unversehrt lasse. Auch mich nicht.

Und da kommt sie wieder, diese Wut auf alle Menschen um mich herum. Diese Wut auf mich. Dieser Selbsthass, den ich auf andere projiziere. Diese Momente, in denen mein Nihilismus mich verschluckt, mich vollkommen aus der Bahn wirft, und keine Gedanken als die an die allgegenwärtige Sinnlosigkeit jeglicher Existenz übrig lässt.

Ich spüre nur noch Leid, Hass und Verzweiflung. Ich möchte der Menschheit einen Spiegel vorhalten, ihr zeigen, dass sie für das Leid in der Welt verantwortlich ist. Jedem Menschen klar machen, dass seine Existenz Leid schafft, und dennoch komplett ohne Bedeutung ist. Es macht mich regelrecht krank, unter Menschen zu sein, die gut drauf sind und Spaß am Leben haben. Ich verstehe nicht wie verblendet man in den Tag leben kann. Diese Welt brennt. Und ich bin gerne bereit mich selbst und jeden um mich herum in die Flammen zu stürzen.

Bin ich wegen meinem Nihilismus depressiv, oder bin ich depressiv weil ich nihilistisch bin?


Ich muss lernen, mich noch besser zu kontrollieren. Früher oder später werde ich sonst meinen Hass an mir selbst oder an meinen Mitmenschen rauslassen.



Mittwoch, 17. August 2016
The Never Ending Story
I Get it. You've got nothing left to give. The World took everything. No reason left to live. Nothing but the warmth of hate to keep you safe. Take it out on anyone who gets in your way. Your words are sharp but they dull your mind. You're feeling sorry for yourself to pass the time. The front is strong but your back is fucking weak. Grabbing at anything to stay on your feet. Mind racing. The Voices saying All of this means nothing to me.I'm tired of suffering through all of everything. When did you lose your way? When Did You Give up op on everything. Remember when you used to fight for something now hollow and alone with nothing. Just give a fuck about something mother fucker.



Montag, 4. Juli 2016
Ende.
Nichts. Nicht außer Hass und Aggression. Hoffnungslosigkeit. Mein Kopf platzt. Ich muss Alles rauslassen. Schreien. Zerstören. Der Hass in meinem Kopf frisst mich auf. Gedanken an den ganzen Schmerz in der Welt. Nichts als Leid. Und es wird schlimmer. Die Spezies Mensch zerstört sich und diesen Planeten. Unterdrückung, Zerstörung, Unrecht und Tod wohin man auch blickt. Ich halte das nicht länger aus. Das Gewicht der Welt liegt auf mir. Die Bürde etwas zu verändern. Die Tatsache dass ich nichts ändern kann. Ich habe keine Angst zu sterben. Ich habe angst zu überleben und euch für immer leiden zu sehen.

In Gedanken stehe ich auf dem Dach, mit dem Rücken zur Kante, breite die Arme aus, schließe die Augen, und lasse alles hinter mir. Befreie mich von dem endlosen Schmerz in dieser Welt, radiere die Inkarnation der Enttäuschung aus die mein Leben darstellt. Ist es nicht lustig, dass die Welt dadurch zu einem besseren Ort wird?


Die kommenden Wochen oder Monate werden die letzten in meinem Leben sein. Seit 7 Jahren kämpfe ich nun dagegen an. Und jetzt stehe ich hier, lache schallend während meine Tränen auf den Boden tropfen und ich mir, mit einem breiten Lächeln im Gesicht, eingestehe, dass ich bereit bin zu sterben.



Montag, 18. April 2016
Hope & Fear
Fearing nothing was always my biggest fear
Because I know when death knocks at your door it's easier to keep it closed when you have something thats worth for to keep it closed
But in my own eyes my own life is not good enough for that

But the fear of not fearing anything only exists because I allow it
And I allow myself feeling worthless and meaningless
But I dont allow myself raging out of this system which keeps me away from being my best
And the feeling of the omnipresent meaninglessness imposes the stones on my chest

Those days and those nights which I could not differ from each other
When black turns grey, and depression feels like a brother,
A close family member which would never surrender haunting me until im dead
Until these voices in my head are quiet, satisfied by their work of keeping me between live and death

So feeling like a ghost is always better than feeling like im not even existing
'Cause pain keeps my demons entertaint
And as long as they are happy I am not allowed kill myself
But im still not allowed to exists like the rest

And in these times, feeling haunted an worthless is still better than feeling hollow
Because this emptiness consumes me like a parasite
But those voices do not exist, it is myself who pushes me to the edge
And it is myself who tries to put me up again

These days are far from hope, but im happy about that
Because hope for a better live may keeps you alive
But it also keeps you trapped in this vortex of depression
And furthermore it holds you back from living without the fearing the death

I never stopped trying to life because I fear death,
'Cause if you stop living because you fear death, you already died
But I never lived
And I never died

And finally I realised, that hope and fear are connected
No hope without fear, no fearing without hope
But both are gone, both are too far away for reaching me before I fall
In the end im eaten up by nothing



Samstag, 9. April 2016
Selbstvernichtung
Wir gehen die Straße hoch, sie taumelt leicht. Nach dem Joint den wir vor einer halben Stunde geraucht haben geht es ihr nicht mehr so gut, sie meint sie fühlt sich schwer, würde sich gerne direkt in ihr Bett legen. Als wir bei ihr sind legen wir uns ins Bett, sie dreht sich von mir weg, das Gesicht zur Wand gedreht, und schläft direkt ein.

Und jetzt liege ich hier, neben einem Menschen den ich kaum kenne, der mich kaum kennt. Und ich bin ihr näher als ich in letzter Zeit jemandem nah war, und sie ist mir näher als jemand in letzter Zeit nah bei mir war. Aber da sind keine Gefühle, keine guten, keine schlechten, ich fühle gar nichts. Vor ein paar Monaten hatte sie beinahe heraus gefunden dass ich suizidal bin, aber das hat sie schon komplett vergessen, die Sorgen die sie sich 5 Minuten lang gemacht hatte sind weg, ich bin einfach nur noch ein normaler Freund an dem nichts außergewöhnlich ist.
Ich schaue ihr zu wie sie schläft. Eigentlich würde ich sie gerade gerne küssen, aber sie sieht so friedlich aus und ich möchte sie nicht stören. Wer weiß welche uns allen verborgenen Welten sie gerade erkundet. Dann sehe ich sie zum ersten mal wirklich: die Dunkelheit, die mich schon Seit Wochen keine Sekunde aus den Augen lässt, alles beobachtet was ich tue und nur auf den richtigen Moment wartet zuzuschlagen. Jetzt ist dieser Moment gekommen.

Jetzt bin ich wieder an diesem Punkt. An dem ich schreibe, dass ich die letzten Monate nichts gefühlt habe außer diese alles verschlingende Leere, nur unterbrochen durch das zerplatzen meines Kopfes damit meine Gedanken endlich atmen können. Ich bin wieder an dem Punkt an dem ich auf Musik, Sex, Drogen, Sport etc. zurückgreife um etwas zu fühlen. Aber nichts funktioniert. Nichts berührt mich, egal wie sehr ich versuche achtsam zu sein. Schon lustig wie häufig ich hier stand, wie häufig ich hier noch stehen werde.

Zwei Stunden später – sie schläft immer noch – halte ich es nicht mehr aus. Ich möchte nicht dass sie aufwacht und sieht wie ich weinend neben ihrem Bett sitze, den Kopf auf die Hände gestützt. Ich möchte nicht, dass sie sich Sorgen macht, dass ihr Bild von mir zerbricht und sie sieht wer und was ich wirklich bin. Was ich auch bin, neben dem was sie schon von mir weiß. Ich möchte nicht dass sie enttäuscht ist wie wenig ich wirklich funktioniere.
Ich gehe ohne sie zu wecken, schließe die Tür hinter mir und mache mich auf den Weg zum Nachtbus. Ich sitze alleine im Bus, nur ein paar betrunkene Jugendliche steigen nach einigen Stationen ein, aber ich beachte sie nicht wirklich. Ich bin nicht mehr high, aber ich fühle mich dennoch merkwürdig. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern wo wir vor 10 Minuten entlang gefahren sind, oder wie ich überhaupt zur Bushaltestelle gekommen bin.
Als ich aus dem Bus aussteige kann ich die Tränen nicht mehr zurück halten. Meine Gedanken haben mich zu stark gequält, mir zu häufig klar gemacht dass es keine Hoffnung gibt, dass ich nie etwas fühlen werde außer diese Leere und den Schmerz der Verzweiflung.

Jetzt stehe ich hier auf der Straße, es ist 2:23 Uhr. Und ich weiß nicht in welche ich einbiegen soll. Links geht es zu meiner Wohnung, rechts zu den ca. 50 Meter entfernten Bahngleisen. Ich sehe wie sich die Schranken schließen und die Ampel rot aufleuchtet. Ich kann mich nicht entscheiden. Es gibt so viele Gründe endlich ein Ende zu setzen. Aufzuhören zu leiden. Ich suche nach Gründen für die es sich noch lohnt zu leben, denke an meinen Bruder und an meinen Vater, an alte Freunde und schöne Tage. Aber die Stimmen sind zu laut, lassen nicht zu dass ich Hoffnung habe, radieren alles aus, zeigen mir das ich nur eine Belastung bin und es jedem ohne mich besser gehen würde. Das es besser ist wenn ich nicht mehr bin.

Meine Beine fangen an zu laufen, biegen in die linke Straße ein die zu mir nach Hause führt. Ob aus Gewohnheit oder Selbsterhaltungswillen weiß ich nicht. Meine Gefühle sagen mir dass ich die Richtung wechseln soll, umdrehen und in die andere Straße einbiegen soll. Aber ich schreie mich selbst an dass ich einfach weiter gehen soll, lautlose Verzweiflung soll meinen Körper einfach weg von der Entscheidung bringen. Einfach weiter gehen. Geh weiter. Geh weiter. Geh weiter.

Irgendwann bin ich in meiner Wohnung, ich schließe die Tür hinter mir ab und werfe den Schlüssel in eine Ecke, nur um nicht in Versuchung zu kommen doch wieder raus zu gehen. Ich bin in Sicherheit vor mir selbst.


Solche Abende hatte ich in letzter Zeit wieder häufiger. Aber ich habe den Selbstmord bis heute nicht durchgezogen, jedes Mal ist irgendeine Erinnerung aufgetaucht die mich dazu gebracht hat weiter zu Leben. Nicht von der Brücke zu springen. Nicht abzudrücken. Die Pillen nicht zu schlucken. Aber gestern Abend war etwas anders. Ich habe zu ersten Mal nichts gefunden was mich weiter machen lässt. Keine Erinnerung, kein Gefühl oder sonst etwas. Mein Körper hat für mich entschieden, auch wenn mein Verstand etwas anderes wollte. Das Alles fühlt sich so an als ob ich noch einen Schritt weiter auf den Abgrund zugegangen wäre, als ob noch weniger da ist was mich vor mir selbst aufhalten kann.


Ich habe Angst. Angst vor den kommenden Wochen. Das sich nichts bessert, ich nichts fühle. Mein Zustand so bleibt wie jetzt. Ich weiß nicht wie ich so weiter machen soll.



I've never felt a pain in life so hollow.



Samstag, 19. März 2016
Machtlosigkeit
'Aber ich alleine kann doch niemals etwas verändern. Ich bin doch nur eine einzige Person, welchen Einfluss hat meine Entscheidung auf die Welt? Ich verstehe ja dass du es nur gut meinst, aber ob du ein Lebewesen isst oder nicht macht keinen Unterschied, es werden ja weiterhin Tiere getötet. Und auch wenn du auf Demonstrationen gehst änderst du nichts, die Welt bleibt die gleiche. Oder denkst du wirklich dass sich die Politiker dafür interessieren was du kleiner Mensch unter diesen Millionen Menschen denkst?'
'Nein, warum sollte ich das denken? Ich möchte etwas verändern, nicht mehr und nicht weniger.'
'Aber das tust du nicht. Du, ich, wir alle sind machtlos. Die Tiere sind tot, es ist ihnen egal ob sie gegessen werden oder nicht. Die Politik kannst du auch nur ändern wenn du selbst Politiker wirst.'
'Das ist nicht wahr, wenn ich…'
'Doch ist es! DU KANNST DIESE WELT NICHT ÄNDERN. Wir sind viel zu viele um etwas zu bewegen.'


An diesem Punkt des Gesprächs hatte ich wirklich keine Lust mehr zu diskutieren. 'Wir sind zu viele um etwas zu verändern'. Ich habe selten ein Paradoxon gefunden, welches so wahr und so falsch gleichzeitig war. Absolut alle Probleme auf dieser Welt hängen entweder mit dem Kapitalismus oder schlichtweg der Tatsache zusammen, dass wir einfach zu viele Menschen sind.
Und warum ändern wir nichts daran? Warum ändern wir nichts daran, dass zehntausende Menschen jeden Tag verhungern, während wir uns hier dumm und dämlich fressen? Warum ändern wir nichts daran, dass 'unser Land' Kriege unterstützt und sich weigert die Konsequenzen dafür zu tragen? Warum ändern wir nichts daran dass der Planet Erde immer weiter zerstört wird?

Die Antwort ist leichter zu finden als ich Anfangs dachte. Ja, einige Menschen sind durch ihre Entwicklung, Kultur, Bildung etc. eher dazu geneigt sich für solche Dinge zu interessieren und diese Anzugehen. Aber jeder halbwegs intelligente Mensch wird sich eingestehen, dass die Menschheit im innersten Kern zerstörerisch und ohne Rücksicht ihr Dasein pflegt, und denkt sich selbst und die damit einhergehenden Probleme nicht ändern bzw. lösen zu können.
Aber warum denken wir das? Warum denken wir, dass wir nichts bewirken können?

Machtlosigkeit. Dieses eine Wort ist die Antwort, der Schlüssel für die Lösung der Probleme welche unser Dasein früher oder später beenden werden. Uns wird Tag für Tag das Gefühl gegeben, Machtlos zu sein. Nichts bewirken zu können. Klein und peripher zu sein. Nur ein winziges Zahnrad in dieser gigantischen Maschinerie. Du musst funktionieren, das System unterstützen und dich weiterhin brav, klein und unbedeutend fühlen. Aber die Wahrheit ist, dass es nicht so ist. Wir, jeder einzelne Mensch, besitzen die Macht etwas zu verändern in dieser Welt. Aber wir sehen das nicht. Uns wird durchgehend ein Gefühl der Machtlosigkeit aufgezwungen, welches jeden revolutionären Willen schon im Keim erstickt. Nicht ein einziger Funke kann entfacht werden wenn uns die Luft zum Atmen geraubt wird.


Es ist nie zu spät zu erkennen, welche Macht jedem von uns durch seine bloße Existenz gegeben ist.
Nutze deine Stimme. Nicht nur in einer Wahl, sondern bei jedem kleinen Stück was dich ankotzt. Bei jedem kleinen Stück dieser sterbenden Welt, bei jedem Stück welches dein Feuer entfacht diese allgegenwärtige Ungerechtigkeit und Hierarchie zu beenden.

Sei die Veränderung die du in der Welt sehen willst. Jeder von uns sollte als Vorbild für die Menschheit voran gehen, seine eigenen Gedanken vertreten, und das ändern was ihn sonst zerstören wird.


Wir haben Macht. Die Macht absolut Alles zu verändern. Wir haben nur verlernt sie zu nutzen.



Wolf down – Invisible War

ghosts of progress
dressed in slow death
are running rampant
in search of endless profit

draw the frontline
bust the cage from the inside
draw the frontline
where will you stand when the worlds collide

trapped in this vortex
of profit over human lives
stronghold on the backs of those scraping by

no peace of mind
in this invisible war distressing mankind

subversive thought swallowed by mass apathy
the working class forced to a life in misery
bloodless - bowing down to those above
lifeless - revolting voices choked off

draw the frontline
bust the cage from the inside
draw the frontline
where will you stand when the worlds colide

people living in the streets
while countless buildings stay vacant
so many struggle to make ends meet
while others choke on too fucking much
alienation - displacement - social decline
when the fuck will you realize that the crisis is capitalism itself
stop the machine dead in its tracks

can't you see that this system breeds war?